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Diese Woche habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben ein Yogastudio besucht. Vor in etwa sieben Jahren hatte ich einen ersten Versuch unternommen und konnte damals einfach keinen Zugang spüren. Nun nach dieser langen Zeit und mit einer besten Freundin, die inzwischen selber Yogalehrerin ist, wollte ich es doch noch einmal versuchen.
Kurz bevor es also losging und wir alle auf unseren Yogamatten Platz genommen hatten, fragte die Lehrerin in die Runde, ob wir denn schon in Weihnachtsstimmung seien. „JA!“, platzte ich etwas zu euphorisch in die Runde. Stille links und rechts auf den Matten neben mir. Offensichtlich war ich die einzige im Raum. Und auch sonst begegnet man wohl häufiger Menschen, die sich von dieser Zeit des Jahres mehr gestresst, denn besinnlich fühlen.

Ich bin kein besonders religiöser Mensch und sehr zum Leidwesen meiner Mama, gehe ich am 24. Dezember nicht mal mit in die Kirche. Was ich da so an der Weihnachtszeit feiere und liebe ist also sicher nicht Jesu Geburt.  Weihnachten ist für mich, einer Sache Bedeutung zu schenken. Etwas zu etwas Besonderem zu machen. Das beginnt schon mit Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Wohnung zu schmücken. Kerzen anzünden. Bewusst etwas genießen. Philosophische Gespräche beim zweiten Glühwein. Zeit zusammen. Mit Freunden. Und der Familie. Weihnachten ist, sich all das besonders zu machen, was man eigentlich schon hat. Aber man vergisst das eben gern so leicht.

He who has not Christmas in his heart will never find it under a tree.
Roy L. Smith

 

Und natürlich ist Weihnachten auch irgendwie dennoch ein Fest des Schenkes. Egal, wie oft man sich sagt, dass es nicht so wichtig sei, so ist es doch ein wunderschönes Gefühl, wenn man einem lieben Menschen eine Freude machen kann. Wenn ich die Freude im Gesicht des anderen sehe, ist es, als hätte ich mir gerade selber ein Geschenk gemacht. Dankbarkeit macht die Seele reich. Und es ist vollkommen egal, ob das Geschenk 500 Euro, 10 oder vielleicht auch gar nichts gekostet hat. Nicht der Preis entscheidet, sondern die Geste. Denn jeder Gedanke kostet Zeit und die ist ja bekanntlich das, wovon wir niemals etwas nachkaufen können. Weihnachten ist, etwas zu etwas Besonderem zu machen. Aber Weihnachten ist auch, jemanden besonders zu machen. Nichts macht reicher. Nichts macht glücklicher.
Und genau das ist Weihnachten für mich.

december lights

essentials for christmas feelings: cookies. recipe by grandma. ♥

i wish you the merriest time you could ask for.
with the merriest people around you.

© Foxografie

 

Kommentare

Genau DAS ist Weihnachten auch für mich. Du hast das wieder wunderschön in Worte gefasst. Das vergangene Weihnachten war leider etwas getrübt. Komplikationen bei der Schwangerschaft bei meiner ‚Schwägerin‘ und meine Schwester hat sich in die weite Welt hinausbegeben. Und so ohne die komplette Familie kam dieses Jahr leider keine Weihnachtsstimmung auf. Aber umso mehr freu ich mich auf Weihnachten 2018 mit allen die ich liebe und sogar noch einer Nichte mehr 😀 🙂

Ach das glaube ich dir sofort – ich wäre auch richtig niedergeschlagen, wenn man plötzlich nicht mehr wie all die Jahre mit seinen ganzen Liebsten auf einem Haufen feieren kann. Wenn man so verwöhnt ist, will man nur so ungern loslassen. 😀
Dafür wirst du dieses Jahr umso dankbarer feiern! ♥

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