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An Sonntagen soll man nicht arbeiten. Nicht rasen mähen. Nicht aufräumen. Da hat man sich einen erholsamen Tag zu wünschen und hört meistens schon ein seufzendes “..und schon ist das Wochenende wieder vorbei”. Der Montag ist dann quasi die Apokalypse der Wochentage. “Sehen wir es positiv. Es ist der letzte Montag in dieser Woche.” oder “Montage sind toll. Montage enttäuschen dich nie. Du erwartest das Schlimmste und meistens werden deine Erwartungen noch übertroffen.” Nur zwei von unzähligen Sprüchen zu diesem Wochentag.
Wahrscheinlich liegt es an mir, dass ich mit alledem nichts anzufangen weiß. Und noch wahrscheinlicher liegt es schlicht und ergreifend an der Selbstständigkeit und daran, dass das Wochenende in der Regel “Arbeit” bedeutet und somit jegliches “endlich Donnerstag”, “Happy Humpday” (ich kann nicht sagen warum, aber diese Aussage erzeugt bei mir eine leichte Aggression) entfällt. Theoretisch kann ich also den Mittwoch zu meinem Ruhetag erklären. Oder den Dienstag. Vollkommen egal. Doch darum geht es ja letztendlich gar nicht.

Und natürlich geht es auch nicht darum, dass man sich nicht auf das Wochenende freuen sollte oder mal an einem Montag verdammt schlecht drauf sein kann. Viel mehr geht es um die innere Einstellung: Wie schade ist es, wenn man praktisch nur so richtig an maximal drei von sieben Tagen lebt. Nehmen wir mal an, wir würden 85 Jahre alt werden. Und ziehen wir mal die ersten 18 Jahre ab, da wir bis dahin noch relativ unverdorben mit dem Thema Zeit umgehen. Das wären dann so in etwa 24. 455 Tage, die wir insgesamt zur freien Verfügung haben. Wenn wir davon 4 Tage mit abwartendem Seufzen beschäftigt sind, bedeutet das circa 13.939 verschwendete Tage. Gut, theoretisch verhält sich die Zeit nach der Rente wieder anders, aber die rechne ich mal zur Einfachheit nicht ein – und wer weiß, ob wir überhaupt jemals noch die Rente erleben. Fast 14.000 Tage sind auf jeden Fall eine beachlichte Menge Tage. Vor allem, wenn man den Großteil davon mies drauf ist.

Auch wenn das ein ziemlich vereinfachtes und auch etwas überspitztes Zahlenbeispiel ist, so glaube ich doch, dass ihr versteht, was ich meine. Wie viel schöner wäre es, wenn man am Montag einfach mal lauter Freunde zum Grillen einlädt und sich einen richtig tollen Abend macht. Als wäre es Samstag. Oder Freitag. Denn wenn man so richtig unzufrieden in die Arbeit geht und dann irgendwann einfach jeden Tag apokalyptisch findet, wird es vielleicht Zeit zum Aussteigen. Aussteigen aus dem tiefen Graben, den man sich selber gegraben hat und beginnen, eine neue Route zu schaufeln. Wenn ich morgen sterben sollte, bin ich dann zufrieden mit dem, was ich bisher getan habe? Das ist die Frage, die man sich letztendlich öfter mal stellen sollte. Und wenn die Antwort “ja” lautet, dann ist es meistens auch ziemlich egal, welcher Wochentag gerade ist.

Die oberen drei Bilder sind auch als Print in meinem Online Shop erhältlich. ♥

Wie sieht das bei euch aus?
Sind Montage für euch halb so schlimm oder führt ihr einen Kreuzchenkalender bis zum Wochenende?

Kommentare

Hey Carolina,
zu dem Wort *Montag* fällt mir nur kurz und bündig ein:
„Neue Woche, neues Glück!“

Ich mag Montag.
Monday.
Mond – Tag.

Es fängt wieder was kleines neues an.
Der Anfang der neuen, nächsten 7 Tage.

Das ist ein sehr schöner Blickwinkel auf diesen Tag. 🙂

Deine Gedanken:

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